Rahmung, die sich nach dem Objekt richtet
Bei der Rahmung geht es zunächst um die Kanten und die Stärke des Materials. Danach folgt die Wahl des Passepartout-Fensters, und erst dann entscheiden Sie über Aufhängung und Platzierung an der Wand.
Edge Test
Wie Kanten, Stärke und Wellung des Papiers die Rückseite und den Druck beeinflussen.
Mat Window
Wie ein Fenster das Empfinden von Maßstab und Weißraum rund um das Objekt verändert.
Hanging Plan
Wie Gewicht und Format die Befestigung und Höhe an der Wand bestimmen.
Drei Prüfungen vor dem Zuschnitt
Objektmessung und Materialbeschaffenheit
BreitexHöhe des Materials, Stärke des Trägers, Papiertyp und mögliche Wölbung werden erfasst. Dies bestimmt, welche Rückseite und welche Andruckkraft benötigt wird. Ein welliger Poster erfordert andere Vorkehrungen als eine dünne Fotografie.
Rahmenprofilwahl und Tiefe
Die Profilleiste bestimmt nicht nur die optische Wirkung, sondern auch die innere Tiefe. Eine Leiste mit 15 mm Tiefe bietet anderen Spielraum als eine mit 25 mm. Wir betrachten das Profil als technisches Element, das zu Ihrem Objekt passt.
Passepartout, Glas und Aufhängung
Das Passepartout-Fenster wird nach Ihrem Objekt bemessen. Die Wahl des Glases – Acryl, Floatglas oder Museumsglas – hat optische und praktische Konsequenzen. Die Aufhängung hängt ab von Gewicht und Format und bestimmt später die Befestigung an der Wand.
Edge Test
Der Rand Ihres Materials ist nicht beliebig. Ein dicker Karton hat andere Kanten als Fotopapier, und Kunstdruckpapier verhält sich wieder anders. Jeder Rand hat eine bestimmte Form – scharf, ausgerissen, glatt oder verdickt. Diese Details beeinflussen, wie die Rückseite anliegt und welcher Druck notwendig ist.
Auch die Wölbung spielt eine Rolle. Ein leicht welliger Poster erfordert eine flache Rückseite und sanfte Andruckkraft. Ein steifer Karton braucht möglicherweise mehr Sicherung. Wir prüfen diese Eigenschaften, bevor wir den Rahmen zusammensetzen.
Mat Window
Das Passepartout-Fenster ist kein Zierdelement – es ist ein Messinstrument. Ein breiteres Fenster lässt Ihr Objekt größer wirken, ein schmales erzeugt Nähe und Fokus. Der weiße Rand rund um die Öffnung definiert Weißraum und Proportion.
Wenn Sie eine Fotografie neu bewerten möchten, kann das Fenster dies unterstützen. Ein zu kleines Fenster schneidet sichtbare Details ab, ein zu großes verliert den Bezug. Auch die Breite der einzelnen Seiten ist relevant – oben, unten, links und rechts müssen nicht gleich sein. Wir berechnen das Fenster nach Ihren Angaben und der optischen Wirkung.
Hanging Plan
Ein Bild hängt nicht von allein. Das Gewicht, die Breite und Höhe bestimmen, welche Befestigung Sie wählen. Ein leichter Poster kann mit einem einfachen Seil hängen, ein großes Öl-auf-Leinwand braucht robuste Hardware und mehrfache Verankerung. Die Höhe, in der Sie das Bild montieren, folgt teils Konvention, teils Ihrem Raum.
Wir überlegen: Wie viel wiegt Ihr Rahmen mit Glas und Rückseite? Welche Wand werden Sie nutzen? Trockenbau, Beton, Holz? Ist eine einzelne oder mehrfache Aufhängung sicher? Diese Daten ermöglichen uns, die passende Hardware zu wählen und Ihnen Montage-Anweisungen zu geben.
Spiegel im Rahmen
Ein Spiegel im Rahmen verlangt besondere Aufmerksamkeit. Das Spiegelglas ist schwer und das Risiko von Bruch oder Verrutschen ist höher als bei Kunstdruck. Die Montage muss stabil sein, und die Verbindungen dürfen keinen Druck auf das Glas ausüben.
Bei der Wahl des Rahmens bedenken wir: Wie dick ist der Spiegel? Welche Stoßkanten hat er? Brauchen wir eine spezielle Rückseite, um das Gewicht zu halten? Wie wird der Spiegel befestigt, ohne dass er nach vorn oder hinten verrutscht? Ein gut konstruiertes Spiegelrahmen ist funktional und zeitlos.